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Indische Rupie

Die Indische Rupie (Hindi: रुपया, ; Englisch: „rupee“) ist der Name der Währungseinheit in Indien, die von der Regierung Indiens und der Reserve Bank of India, der indischen Zentralbank, emittiert wird. Sie wird in 100 Paise unterteilt. Die indische Rupie wird oft als „iR“, „Rs“ (Plural) und „Re“ (Singular) so wie seit 2010 auch mit dem Währungssymbol „₹“ abgekürzt und hat laut dem ISO-4217-Code die Bezeichnung „INR“.

Die indische Rupie wird auch in einigen anderen Staaten als Zahlungsmittel akzeptiert. Mehrere andere Länder nennen ihre Währung ebenfalls Rupie.

Die heutigen indischen Münzen haben einen Nennwert von 5, 10, 20, 25 und 50 Paise und außerdem von 1, 2, 5 und 10 Rupien. Die 5-, 10-, 20- und 25-Paise-Münzen wurden 2011 ungültig. Die 50-Paise-Münze ist zwar noch legales Zahlungsmittel, allerdings eher selten in Gebrauch. Die Banknoten sind erhältlich mit Nennwert von 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1.000 Rupien, seit dem 10. November 2016 zusätzlich auch die Ausgabe eines 2000-Rupien-Scheins, gleichzeitig wurde aber der 1.000 Rs-Schein ungültig. Scheine mit Nennwert von 1 und 2 Rupien werden auch emittiert, aber nur in geringer Zahl und sind daher sehr selten erhältlich. Indien ist eine Bargeld-Gesellschaft. Auf den Rupien-Scheinen wird auch die indischen Sprachen- und Schriften-Vielfalt berücksichtigt. Auf den aktuellen Banknoten ist der Nominalwert in den wichtigsten 17 indischen Sprachen aufgedruckt.

Im geographischen Gebiet des heutigen Indiens entstanden einige der ersten Kulturen, die ein Münzsystem einführten. Es besteht kein geschichtswissenschaftlicher Konsens bezüglich des exakten Zeitpunkts der Einführung von Geld in Indien. Historische Hinweise lassen vermuten, dass möglicherweise bereits irgendwann zwischen 2500 und 1750 v. Chr. erste Münzen eingeführt wurden. Verbreitet wird für die Ersteinführung der Zeitraum zwischen dem 4. und 6. Jhdt. v. Chr. angegeben. Diskutierte Gründe der Einführung sind die Herstellung von Ordnung und Kontrolle sowie Erleichterungen bei der Verwaltung. Vor allem das Überwachen des Handels spielte vermutlich eine wichtige Rolle.

Seit der Einführung der ersten Münzen gab es viele Veränderungen sowohl im Namen und im Wert als auch im Aussehen der auf dem indischen Subkontinent verbreiteten Münzen. Das Erscheinungsbild war abhängig von der herrschenden Dynastie, den sozialpolitischen Ereignissen oder der Natur Indiens. Beispielsweise gab es während der indio-griechischen Periode Münzen, deren Aussehen von Bildern der griechischen Gottheiten geprägt waren, oder aufgrund des großen Handels zwischen dem römischen und indischen Reich Münzen, die römische und indische Symbole gleichzeitig enthielten.

Jede Dynastie und jeder Herrscher, der Indien oder eine ihrer Provinzen eroberte, nahm Einfluss auf das Erscheinungsbild der Münzen. So gab es den arabischen Einfluss im 8. Jhdt. n. Chr., als die Provinz Sindh von Arabern erobert wurde. Dieser Einfluss wurde abgelöst durch den Sultan von Delhi, welcher im 12. Jahrhundert die islamische Kalligraphie auf den indischen Münzen einführte. So hatten neu entstandene Münzen orientalische Symbole und trugen den Namen Tanka. Tanka blieb die Währung bis zum 15. Jahrhundert, bis sie dann durch die indische Rupie ersetzt wurde.

Die Einführung der indischen Rupie geht auf den Herrscher Afghan Sher Shah Suri (1540–1545), zurück. Er strebte einen zentralisierten Verwaltungsaufbau an und versuchte, da es bis dahin in vielen Provinzen eigene Münzen mit unterschiedlichen Werten und aus unterschiedlichen Materialien gab, das Währungssystem zu vereinheitlichen. Die Einführung der Silbermünze „Rupiya“, vermutlich im Jahre 1526, welche 11,5 Gramm (= 178 Gran) wog und der Vorgänger der modernen indischen Rupie war, diente diesem Zweck. Den Namen „Rupie“ erhielt die Münze erst 1612.

Zunächst gab es die Rupie, hergestellt aus Silber, nur in Form von Münzen. Die ersten Papierrupien wurden erst im 18. Jhdt. unter anderem durch die Bank von Hindustan und die Bengalische Bank eingeführt. Die Sprachen auf den Banknoten, abhängig von welcher Bank gedruckt, waren Urdu, Bengali oder Nagri.

Die Rupie war nicht die einzige Währung Indiens. So gab es gleichzeitig unter der britischen Herrschaft, bis 1815, eine weitere Währung, die Fanam. Diese hatte einen Wechselkurs von 12 Fanams = 1 Rupie.

Im Jahre 1825 befahl die britische Krone die Einführung des britischen Pfunds in all ihren Kolonien. Obwohl Indien bereits zu diesem Zeitpunkt größtenteils von der Britischen Ostindienkompanie kontrolliert wurde, blieb die Rupie während der gesamten Kolonialisierung die Währung Indiens.

Country

Bhutan

Das Königreich Bhutan ([], Dzongkha འབྲུག་ཡུལ་; Umschrift nach Wylie ’brug yul; deutsch meist Druk Yul, gesprochen „Dru Ü“; ‚Land des Donnerdrachens‘) ist ein Binnenstaat in Südasien.

Bhutan liegt in Südasien und grenzt im Süden an die indischen Bundesstaaten Sikkim, Westbengalen, Assam und Arunachal Pradesh (von Westen nach Osten) sowie im Norden an Tibet (China). Die Oberflächengestalt Bhutans ist vom Himalaya geprägt. Über 80 Prozent des Landes liegen in über 2.000 m Höhe. Das Land hat mit 38.394 km² etwa die Größe der Schweiz. Mehr als zwei Drittel des Königreiches Bhutan sind bewaldet.

Indien



Indien (Aussprache []) ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 29 Bundesstaaten gebildet wird und außerdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst. Der Eigenname der Republik lautet in den beiden landesweit gültigen Amtssprachen Bharat Ganarajya (Hindi) und Republic of India (Englisch). Die moderne demokratische und säkulare indische Republik besteht seit 1949 und seit 1950 gilt die Verfassung Indiens.
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