Karte (Kartografie) - Kastelorizo (Dimos Kastelorizo)

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Kastelorizo (Dimos Kastelorizo)

Kastelorizo (, auch Kastellorizo Καστελλόριζο, ital. Castelrosso ‚rote Festung‘, sowie Megisti Μεγίστη ‚[die] Größte‘ und davon türk. Meis) ist eine griechische Insel im östlichen Mittelmeer, rund drei Kilometer vor der türkischen Küste. Sie liegt etwa 125 km östlich von Rhodos und bedeckt 9,113 km². Mit einigen umliegenden Inseln und Felsen bildet sie die mit rund 12 km² zweitkleinste Gemeinde der Region Südliche Ägäis und die östlichste Gemeinde Griechenlands. Sie erhebt sich mit dem Gipfel des Vigla bis auf eine Höhe von 273 m ü. d. M.

Nach dem Anschluss des Dodekanes und damit Kastelorizos an das moderne Griechenland wurde der antike Name der Insel, Megisti (, nach einem mythischen ersten Siedler namens Megisteas) als offizielle Bezeichnung eingeführt. Aufgrund der geografischen Nähe wurde die Insel auch von der Türkei beansprucht.

Die in der Antike Megiste genannte Insel ist Antiphellos vorgelagert und gehörte zur antiken Landschaft Lykien. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. war sie Flottenstützpunkt der Rhodier. Strabon zufolge handelte es sich um eine Stadt (polis), der ältere Plinius spricht von einem einstigen Gemeinwesen (civitas).

Die Ruinen der im Landesinneren gelegenen alten Stadt Paleokastro (ital. Alte Burg) bezeugen die antike Besiedlung. Mit dem übrigen Griechenland gehörte Kastelorizo zum Reich Alexanders des Großen, zum Römischen Reich und zum Byzantinischen Kaiserreich. 1306 wurde die Insel durch Ritter des Johanniterordens aus Rhodos erobert, die die Insel zu einer mächtigen Festung ausbauten. Einer von mehreren Theorien zur Etymologie zufolge soll das Kastell der Insel ihren jüngeren Namen gegeben haben. Denn das Gestein ihrer Mauern war von rötlicher Färbung.

Bei ihrem gescheiterten Versuch, die Johanniter aus Rhodos zu vertreiben, griffen Soldaten des Mamluken-Sultans Az-Zahir Saif ad-Din Dschaqmaq von Ägypten 1440 die Johanniter-Festung auf Kastelorizo an und beschädigten die Verteidigungsanlagen. Im Verlauf der Kämpfe verloren die Mamluken zwei Drittel ihrer dort eingesetzten Schiffe und sämtliche auf Kastelorizo angelandeten Truppen. 1450 ließ sich König Alfons V. von Aragón, Sizilien und Neapel von Papst Nikolaus V. die Insel überschreiben. 1451/1452 ließ er die Festung instandsetzen. 1552 fiel Kastelorizo an das Osmanische Reich. In der Folge erfreuten sich die griechischen Bewohner religiöser, kultureller und wirtschaftlicher Privilegien, und so stieg die Handelsflotte der Insel zur größten des Dodekanes auf. Im Ersten Weltkrieg wurde die Insel am 28. Dezember 1915 von französischen Truppen besetzt. Bis Kriegsende wurde die Insel häufig vom türkischen Festland aus beschossen. Am 11. Januar 1917 wurde dabei das englische Flugzeugmutterschiff HMS Ben-my-Chree versenkt; 1921 wurde es geborgen und verschrottet.

1922 kam die Insel unter italienische Verwaltung. Die Italiener, die bereits seit 1912 über die anderen Inseln des Archipels herrschten, traten auf Kastelorizo als Kolonialherren auf und waren unter der Bevölkerung entsprechend unbeliebt. In dieser Zeit wanderte ein großer Teil der Bewohner der Insel aus, vor allem nach Australien. Unter der italienischen Besatzung diente die Hafenbucht Kastelorizos Wasserflugzeugen der Alitalia und Air France in den 1930er Jahren als Zwischenstopp auf Flügen nach Afrika und in den Nahen Osten.

Im Zweiten Weltkrieg versuchten die Briten Anfang 1941 erfolglos mit der Operation Abstention, die Insel zu erobern. Erst im September 1943, nach der Kapitulation Italiens, konnten sie Kastelorizo besetzen. Die italienischen Siedler wurden evakuiert bzw. zum Verlassen der Insel genötigt und über Zypern, Ägypten und Palästina verstreut. Im Sommer 1944 mussten die Briten nach einem deutschen Angriff die Insel wieder räumen. Bei ihrem Rückzug fing ein Munitionslager Feuer; die Explosion zerstörte mehr als die Hälfte der Häuser.

1947 wurde Kastelorizo zusammen mit dem übrigen Dodekanes ein Teil Griechenlands. Rund 300 der ursprünglichen Bewohner wollten im Oktober desselben Jahres auf die Insel zurückkehren. Bei einem Feuer auf ihrem Schiff kamen jedoch 35 Menschen um. Als die Überlebenden zwei Monate später die Insel erreichten, fanden sie ihre Häuser zerstört und geplündert vor. Deshalb entschlossen sich viele endgültig zur Auswanderung. In Australien leben heute rund 10.000 Nachkommen der Inselbewohner und sind dort als „Kassies“ bekannt.

Im Jahr 1920 hatte Kastelorizo noch rund 20.000 Einwohner, heute sind es etwa 400. Sie werden mit beträchtlichen Subventionen vom griechischen Staat unterstützt, um türkischen Gebietsansprüchen entgegenzutreten. Zum Symbol griechischer Beharrlichkeit wurde Despina Achladioti, die „Frau von Ro“. Diese Schäferin war die einzige Bewohnerin der winzigen Insel Ro, die westlich von Kastelorizo liegt. Bis zu ihrem Tod 1982 hisste sie jeden Morgen in Sichtweite der türkischen Küste die griechische Fahne und holte sie abends wieder ein. 1991 wurde auf der Insel der Film Mediterraneo gedreht, welcher mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

 

Karte (Kartografie) - Kastelorizo (Dimos Kastelorizo)

Geographische Breite / Geographische Länge : 36° 8' 37" N / 29° 34' 31" E | Zeitzone : UTC+2:0 / UTC+3 | Währung : EUR | Telefon : 30  

Bild (Fotografie)

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Geschichte
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Kastelorizo heute
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Liste der Inseln der Gemeinde
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Country - Griechenland

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Griechenland ( [], Elláda, formell Ελλάς, Ellás ‚Hellas‘; amtliche Vollform Ελληνική Δημοκρατία, Ellinikí Dimokratía ‚Hellenische Republik‘ ) ist ein Staat in Südosteuropa und ein Mittelmeeranrainerstaat. Das griechische Staatsgebiet grenzt an Albanien, Nordmazedonien, Bulgarien und die Türkei. Griechenland ist eine parlamentarische Republik mit präsidialen Elementen; die Exekutive liegt bei der Regierung, zum kleineren Teil auch beim Staatspräsidenten. Die Hauptstadt des Landes ist Athen. Weitere bedeutende große Städte sind Thessaloniki, Patras, Iraklio und Piräus.

Das antike Griechenland ist als frühe europäische Hochkultur bekannt, die wichtige Errungenschaften wie die attische Demokratie und Philosophie, frühe Naturwissenschaften und die klassische griechische Architektur hervorbrachte. Nach dem Ende der Antike und dem Aufgehen in verschiedenen Großreichen wie Byzanz und Osmanischem Reich konnte erst im 19. Jahrhundert im Zuge der griechischen Revolution und der folgenden Unabhängigkeit von den Osmanen wieder ein griechischer Staat gebildet werden. Die heutige parlamentarische Präsidialdemokratie geht zurück auf das Referendum im Dezember 1974 zur Abschaffung der Monarchie und für die Einführung der Republik.
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